FNZ Bank Studie „Kapitalanlagen 2026“: Deutsche sehen weiterhin Chancen am Kapitalmarkt

München, 09.06.2026 – Die Deutschen blicken für das Jahr 2026 weiterhin insgesamt optimistisch auf die Entwicklung der Kapitalmärkte. Während viele Anleger positive Renditen erwarten, bleibt die Risikobereitschaft der Deutschen vergleichsweise hoch und das Anlageverhalten eher konservativ. Das ist das Ergebnis der Studie „Kapitalanlagen 2026“ der FNZ Bank, basierend auf einer repräsentativen Befragung von 1.000 Personen in Deutschland.

 

Positive Markterwartung bei geringer Risikobereitschaft
Für 2026 erwarten vor allem junge und risikobereite Anleger weiterhin positive Entwicklungen am Aktienmarkt. Insgesamt blickt jedoch ein Großteil der Anleger optimistisch auf die Kapitalmärkte. Die höchsten Wertsteigerungen werden für Immobilien erwartet. So gehen 50,8% der Befragten davon aus, dass diese im Jahr 2026 an Wert gewinnen werden. Auch für Aktien (38,3%), Investmentfonds (31,7%) und ETFs (30,2%) rechnen viele Anleger mit einer positiven Wertentwicklung. 
Gleichzeitig werden Aktien im Vergleich zu Fonds und ETFs weiterhin als risikoreicher wahrgenommen. Besonders deutlich ist der Optimismus bei ETFs: Über alle Vermögensgruppen hinweg wird für ETFs eine positive Wertentwicklung erwartet, wobei sich insbesondere vermögende Anleger überdurchschnittlich zuversichtlich zeigen. 
Trotz vergleichsweise niedriger Performanceerwartungen bleiben Tagesgeldkonten die beliebteste Anlageform der Deutschen. Allerdings verliert diese Anlageform leicht an Bedeutung: Während 2024 noch 46,4% der Befragten planten, Tagesgeld zu nutzen, sind es 2025 nur noch 40,2%. Dennoch liegt Tagesgeld weiterhin deutlich vor Festgeld (27,5%), Aktien (26,4%), Sparbüchern (25,8%), ETFs (20,9%) und Investmentfonds (20,3%). 


Aktien- und Mischfonds bleiben im Fokus
Ungeachtet eines volatilen Marktumfelds stehen bei Anlegern, die 2026 eine Investition planen, vor allem Aktien- und Mischfonds im Mittelpunkt. Rund ein Viertel der Interessierten gibt an, mit hoher Wahrscheinlichkeit in Aktienfonds investieren zu wollen. Damit zählen diese weiterhin zu den beliebtesten Fondstypen.
Auch im ETF-Bereich dominieren Aktienstrategien: Aktien-ETFs sind weiterhin die bevorzugte Wahl unter den ETF-Anlegern.
 

Wachsendes Interesse an ETFs mit weiterhin geringer Beteiligung von Frauen
Trotz wachsender Offenheit gegenüber renditeorientierter Anlageformen bleibt das Anlageverhalten vieler Deutscher von Sicherheitsdenken geprägt. Die weiterhin hohe Nutzung klassischer Produkte wie Sparbuch und Tagesgeld verdeutlicht die Diskrepanz zwischen Renditeerwartung und tatsächlichem Verhalten. Besonders auffällig: Beim ETF-Sparen sind Frauen auch in 2026 stark unterrepräsentiert. Mehr als jeder vierten Frau ist dabei der Begriff ETF nicht bekannt.

 

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