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Ex-post-Kosteninformation

Anbieter von Wertpapierdienstleistungen sind gesetzlich gemäß WpHG dazu verpflichtet, ihren Kunden mindestens einmal jährlich eine Aufstellung aller entstandenen Kosten und Zuwendungen mit dem Berichtszeitraum des Vorjahres zukommen zu lassen.

Die Ex-post-Kosteninformation wird erstmalig für das Kalenderjahr 2018 erstellt. Die Fondsdepot Bank versendet die Information für 2018 im Juni 2019.

Nein, die Erstellung erfolgt jedes Jahr rückwirkend für das vorangegangene Kalenderjahr.

Mit der Ex-post-Kosteninformation erhält jeder Kunde einen transparenten Blick auf die tatsächlich angefallenen Kosten und Zuwendungen seiner Kapitalanlage.

Die Ex-post-Kosteninformation basiert auf den tatsächlich angefallenen Kosten des vorangegangenen Kalenderjahres für ein Depot während für die Ex-ante-Kosteninformation, die jedem Kunden vor Abschluss zur Verfügung gestellt wird, die angefallenen Kosten der einzelnen Transaktion als Indikator für die zu erwartenden Kosten dient.

Die Kosteninformation vor Abschluss (Ex-ante) stellt die voraussichtlichen Kosten einer konkreten Kapitalanlage dar, wohingegen die Ex-post-Kosteninformation die tatsächlichen Kosten aller im Kalenderjahr getätigten Kapitalanlagen des Kunden ausweist. Hierdurch entstehen Unterschiede.

Hat ein Kunde lediglich eine Kapitalanlage getätigt, können dennoch Unterschiede in beiden Informationen auftreten, da bei Ex-ante-Kosteninformationen eine Jahresbetrachtung ab dem Datum des Abschlusses gemacht wird, bei Ex-post-Kosteninformationen hingegen auf Kalenderjahre referenziert wird.

Nein, jede Bank ist dazu verpflichtet. Für alle Kunden der Fondsdepot Bank nimmt die Bank die Erstellung vor.

Unter den Dienstleistungskosten sind Ausgabeaufschläge bzw. Abschlusskosten, Gebühren für die Erstellung von Zweitschriften, das Depotentgelt sowie die erhaltenen Zuwendungen zusammengefasst.

Beide Tabellen weisen in Summe die gleichen Kostenhöhen aus – allerdings aus unterschiedlichen Sichtweisen. In der Tabelle „Kosteninformation nach Kostenarten“ werden die Kosten nach Dienstleistungskosten und Fonds-/Produktkosten geschlüsselt ausgewiesen, während die Tabelle „Kosteninformation für Depot je Finanzinstrument“ nach den jeweiligen Finanzinstrumenten trennt.

Unter den Fonds-/Produktkosten sind die für die Fonds anfallenden Kosten zusammengefasst, d.h. die Verwaltungsvergütung (z. B. abzgl. der Bestandprovision an Vertriebspartner), die Nebenkosten und die Transaktionskosten des Fonds. Die Kosten sind in der Preisstellung berücksichtigt und werden dem Kunden nicht auf Depotebene belastet.

Zuwendungen sind Provisionen, Gebühren oder sonstige Geldleistungen sowie alle nichtmonetären Vorteile, die im Zusammenhang mit der Wertpapierdienstleistung von Dritten gewährt oder an Dritte gezahlt werden.

Hierunter fallen insbesondere die Abschluss- und Bestandsprovisionen, welche Vertriebspartner im Zusammenhang mit der Anlageberatung oder Vermittlung erhalten. Nicht-monetäre Vorteile können zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen zu Produkten zur Sicherstellung einer hohen Beratungs- und Produktkompetenz sein.

Neben dem Vertriebspartner kann auch die Fondsdepot Bank Zuwendungen im Zusammenhang mit der Wertpapierdienstleistung erhalten bzw. gewähren.

Die Position ist aus Sicht der Fondsdepot Bank dargestellt. Die Fondsdepot Bank erhält – je nach Geschäftsvorfall - Teile des Ausgabeaufschlags und der Verwaltungsvergütung.

Zudem erhält die Fondsdepot Bank als Haftungsdachträger zunächst die Auszahlungen aus Geschäftsplänen und Wettbewerben für vertraglich gebundene Vermittler, die später an diese Personen weitergeleitet werden.

Unter den gewährten Zuwendungen werden die Abschlussprovisionen sowie die Bestandsprovisionen zusammengefasst, die an Vertriebspartner weitergereicht werden.

Der durchschnittliche Netto-Inventarwert stellt den durchschnittlichen Wert eines Kundenportfolios über ein Kalenderjahr auf Basis der Monatsultimowerte dar. Dieser schwankt z. B. aufgrund von Veränderungen in der Wertentwicklung der einzelnen Fonds im Kundenportfolio.

Die Fondsdepot Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Kunden mindestens einmal jährlich eine Aufstellung aller entstandenen Kosten und Zuwendungen mit dem Berichtszeitraum des Vorjahres zukommen zu lassen.
Sofern in einem bereits gelöschten Depot Werte ermittelt wurden, die ausweispflichtig sind, ist die Zusendung einer Ex-post-Kosteninformation erforderlich.

PSD2 und Änderungen der Besondere Bedingungen für die Nutzung des Fondsbanking und des InfoManager (Stand 06.2019)

Die PSD2 (Payment Services Directive2)  ist eine EU-Richtlinie zur Regulierung von Zahlungsdiensten und Zahlungsdienstleistern, deren Ziele es sind 

  • die Sicherheit im Zahlungsverkehr zu erhöhen, 
  • den Verbraucherschutz zu stärken,
  • Innovationen zu fördern und 
  • den Wettbewerb im Markt zu steigern. 
     

Die PSD2 gilt für Zahlungen in EU/EWR-Währungen zwischen im EU/EWR-Raum ansässigen Zahlungsdienstleistern. Darüber hinaus findet sie teilweise auch Anwendung auf Zahlungen in Nicht-EU/EWR-Währungen (z.B. US-Dollar oder britische Pfund) sowie wenn ein Zahlungsdienstleister außerhalb des EU/EWR-Raums ansässig ist (z.B. Schweiz oder USA). Allerdings sind für solche Zahlungen einige Bestimmungen der PSD ausgenommen.

Zum 13. Januar 2018 wurde in Deutschland die neue Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 in nationales Recht umgesetzt.Einige Regelungen, wie z.B. die Anbindung Drittdiensten (Kontoinformationsdienste, Zahlungsauslösedienste) und die Neuerungen zur starken Kundenauthentifizierung gelten erst ab 14.09.2019.

Die Banken sind verpflichtet, die von der PSD2 betroffenen Bedingungswerke anzupassen und ihre Kunden darüber zu informieren. Aufgrund der ab 14.09.2019 geltenden gesetzlichen Änderungen haben wir unsere Besondere Bedingungen für die Nutzung des Fondsbankings und des Infomanager angepasst. Die Änderungen betreffen das Online-Banking.

Mit der PSD2 werden neue Vorschriften für Drittdienste geschaffen. Das sind Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste (z.B. Amazon, Paypal). Wenn der Kunde im Rahmen des Online-Banking solche Drittdienste nutzt, ist die Bank verpflichtet, diesen Drittdiensten Zugang zum Zahlungskonto des Kunden zu gewähren. Die Drittdienste unterliegen nunmehr der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Zusätzlich werden die Rechte der Bankkunden in einigen Punkten gestärkt, insbesondere:

  • Die Erstattungsfrist bei nicht autorisierten Zahlungen wird verkürzt.
  • Die Ansprüche bei verspäteter Ausführung einer Zahlung werden geregelt.
  • Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschafsraums in einer Drittstaatenwährung (zum Beispiel US-Dollar) werden stärker vom Zahlungsdiensterecht erfasst.

Nein. Die Änderungen der Besondere Bedingungen für die Nutzung des Fondsbanking und des Infomanager haben aktuell keine preislichen Auswirkungen.

Kunden können über Online-Zugänge von Drittdienstleistern (z.B. PayPal) diese damit beauftragen, Zahlungen vorzunehmen oder Kontoinformationen abzurufen (beispielsweise für ihre Finanzplanung). Da diese Dienstleister nunmehr gesetzlich anerkannt sind und der Bankenaufsicht unterliegen, dürfen Kunden gegenüber diesen Diensten auftragsbezogen auch ihre Banken-PIN und -TAN bekanntgeben und einsetzen.

Kaufen Sie im Internet ein, also in Online-Shops wie Amazon oder Ebay, so kann er für die Zahlungsabwicklung einen Dienstleister – genannt Zahlungsauslösedienst – wie z.B. PayPal, nutzen. Dieser reicht für den Kunden den Überweisungsauftrag bei der Bank ein, wenn der Kunde dem vorher gegenüber dem Drittdienst zugestimmt hat. Ihre Zustimmung ist also entscheidend.

Der Kunde entscheidet, ob und gegebenenfalls welche Kontodaten der Drittdienst zur Erbringung seiner Dienstleistung für den Kunden einsehen darf. Der Kunde sollte sich dazu genau die Informationen des Drittdienstes zu dessen Datenzugriff durchlesen, damit er die Tragweite seiner Zustimmung verstehen kann.

Kontoinformationsdienste sind in der Lage, für den Kunden Kontoinformationen wie Umsätze,Salden und Vormerkposten von Zahlungskonten abzurufen, sofern der Kunde am Online-Banking seiner Bank teilnimmt. Dies ist insbesondere für Kunden interessant, die Konten bei mehreren Banken haben und sich damit einen besseren Überblick über ihre Kontenlage verschaffen wollen.

Die Drittdienste unterliegen zukünftig der Aufsicht. So benötigen Zahlungsauslösedienste für ihre Tätigkeit eine Zulassung von der der nationalen Aufsichtsbehörde. Das ist in Deutschland die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Kontoinformationsdienste müssen sich bei bei der BaFin registrieren lassen.

Für die Zulassung und Registrierung wird bei Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdiensten eine Berufshaftpflichtversicherung oder eine gleichwertige Garantie vorausgesetzt. Schon vor 2016 tätige Dienste genießen noch Bestandschutz.

Die Europäische Bankenaufsicht und die BaFin führen dazu Verzeichnisse, die auch über das Internet einsehbar sind: Ein europäisches Verzeichnis aller Drittdienste wird von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt. In diesem können Kunden anhand verschiedenster Suchkriterien prüfen, ob der jeweilige Drittdienst auch über eine entsprechende Lizenz beziehungsweise Registrierung verfügt. Die BaFin veröffentlicht Verzeichnisse mit registrierten und lizensierten Drittdiensten. In Zweifelsfällen kann sich der Kunde auch bei der BaFin erkundigen.

Sollte auf dem Zahlungskonto eine Zahlung gebucht worden sein, ohne dass der Kontoinhaber diese veranlasst oder dieser zugestimmt hat, kann er Erstattung von der Bank verlangen. Die Erstattungsfrist ist auf einen Geschäftstag verkürzt worden. Ausnahme: die Bank stellte eine Autorisierung der Zahlung durch den Kontoinhaber fest oder hat einen Betrugsverdacht gegen den Kunden.

Sollte eine Zahlung einmal verspätet ausgeführt werden, sind die beteiligten Zahlungsdienstleister verpflichtet, diese Verspätung beim Zahlungsempfänger auszugleichen.

Bei einem Missbrauch der Online-Banking-PIN/TAN haftet der Kunde für entstandene Schäden derzeit bis zu einem Betrag von 150 Euro, solange er die Karte oder sein Online-Konto nicht gesperrt hat. Diese Haftungsgrenze sinkt auf 50 Euro. Lediglich bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet der Kunde auch weiterhin unbeschränkt.

Bei Zahlungen im Internet ist die so genannte Zwei-Faktor-Authentifizierung bereits heute Pflicht. Das bedeutet, dass die Authentifizierung des Kunden über zwei Faktoren erfolgen muss, die durch Wissen (z.B. PIN), Besitz (z.B. Smartphone) oder Inhärenz (z.B. Fingerabdruck, Face-ID) vermittelt werden.

Neu ist allerdings, dass die Authentifizierungs-Elemente den Zahlungsvorgang dynamisch mit einem bestimmten Betrag und einem bestimmten Zahlungsempfänger verknüpfen müssen. Deshalb kann das iTAN-Verfahren ab dem 14.09.2019 nicht mehr verwendet werden.

Die PSD2 verlangt dieses Verfahren künftig auch beim Einloggen im Online-Banking oder sonstigen Handlungen, die das Risiko eines Missbrauchs bergen.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben für alle Banken müssen wir das iTAN-Verfahren (papierhafte iTAN-Liste) für Geldkontotransaktionen ab dem 13. September deaktivieren.

Für andere Online-Transaktionen wird das iTAN-Verfahren bis Ende 1. Quartal 2020 deaktiviert.

Ab 9. August 2019 werden wir Ihnen unser neues pushTAN-Verfahren anbieten.

Alle von der Umstellung betroffenen Kunden werden per Brief bzw. InfoManager von uns ab Juli 2019 mit weiteren Informationen zur Umstellung angeschrieben. Zusätzlich werden wir auf dieser Website in Kürze ein weiteres FAQ rund um „pTAN“ zur Verfügung stellen.

Die Europäische Kommission hat am 27. November 2017 die technischen Regulierungsstandards (RTS, Regulatory Technical Standards) für die sichere Kommunikation und die starke Kundenauthentifizierung zur PSD2 veröffentlicht. Damit hat sich die Europäische Kommission eindeutig für den Zugriff auf Zahlungskonten über gesicherte Schnittstellen (APIs) ausgesprochen. Screen Scraping (eine Technik zum Auslesen von Informationen aus Internetseiten) ist damit grundsätzlich zukünftig nicht mehr erlaubt. Dies ist im Sinne des Kunden und stärkt sowohl die Sicherheit des Online Banking als auch die Transparenz über die Weitergabe von Daten.

Die PSD2-Schnittstelle wird ab 14.09.2019 zur Verfügung stehen.

PushTAN-Verfahren – Installation der App und Initialisierung

Erklärvideo zur pushTAN-App der Fondsdepot Bank

­­pTAN oder auch pushTAN ist ein weiteres Verfahren zur TAN-Generierung. Ihr mobiles Endgerät ist durch die Registrierung für das pushTAN-Verfahren in zwei logische Kanäle geteilt, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf den Betreib des Smartphones hat. Die beiden Kanäle wissen nichts voneinander und sind somit getrennt, was dem pushTAN-Verfahren eine hohe Sicherheit gibt.

Mit der iTAN-Liste wurde das Verfahren der TAN-Liste weiterentwickelt. Das "i" steht hierbei für "indiziert", was soviel heißt wie "verweisen auf". Bei diesem Verfahren erhält der Kunde von seinem Kreditinstitut eine Liste mit nummerierten TANs.

Um das Verfahren anwenden zu können, nutzen Sie das Banking Portal der Fondsdepot Bank. Hier geben Sie wie gewohnt Ihre Transaktionsdaten ein. Danach empfangen Sie in der pushTAN-App der Fondsdepot Bank eine Nachricht. Diese enthält die Daten, die Sie nochmals prüfen müssen. Erst nach Bestätigung wird die TAN angezeigt. Die TAN geben Sie dann zur Bestätigung im Abfragefeld des Banking Portals ein.

Sie benötigen ein mobiles Endgerät mit Internetverbindung, zum Beispiel ein Smartphone oder ein Tablet mit Betriebssystemen Apple iOS oder Google Android. Bitte beachten Sie die jeweiligen Voraussetzungen für Ihr Betriebssystem, die im Google Play Store bzw. App Store zu finden sind.

Wir werden in der Fondsdepot Bank zukünftig ausschließlich das pushTAN-Verfahren einsetzen. Bis Ende März 2020 können Sie noch das iTAN-Verfahren für Ihre Aufträge im Depotbereich verwenden. Für Ihr Geldkonto können Sie bereits ab 14.09.2019 nur noch das pushTAN-Verfahren verwenden.

 

Es werden ab dem 14.09.2019 keine neuen iTAN-Listen mehr versendet. Benötigen Sie neue TANs, stellen Sie bitte das Verfahren auf pushTAN um. Dies können Sie über Ihren Internet-Zugang vornehmen. Eine detaillierte Beschreibung werden wir im Juli auf unserer Website ergänzen.

Nach der Anmeldung im Online-Banking-Portal der Fondsdepot Bank können Sie die Freischaltung des pushTAN-Verfahrens vornehmen. Das pushTAN-Verfahren muss durch Sie über das Banking-Portal mit Freischaltung durch iTAN initiiert werden. Sobald dies passiert ist, erhalten Sie den Aktivierungscode innerhalb von fünf Arbeitstagen per Post. Zur Nutzung der pushTAN benötigen Sie unsere App. Weitere Details folgen hier in Kürze.

Die App „pushTAN-App der Fondsdepot Bank“ wird ab 9. August 2019 im Google Play Store sowie im App Store von Apple kostenfrei verfügbar sein.

Die App „pushTAN-App der Fondsdepot Bank“ wird ab 9. August 2019 im Google Play Store sowie im App Store von Apple kostenfrei verfügbar sein.

Für die Nutzung der App und für das Download entstehen Ihnen keine weiteren Kosten durch die Fondsdepot Bank. Die sonstigen Entgelte für Ihren mobilen Internetzugang (Smartphone, iPad, Mobilvertrag, etc.) sind von Ihren weiteren Verträgen und Vereinbarungen abhängig.

Sie benötigen hierfür ein Smartphone oder ein alternatives Endgerät mit den Betriebssystemen Android oder iOS. Die App wird unterstützt ab Google Android Version 5.0  und Apple iOS ab Version 10.0.

Nein.

Öffnen Sie auf Ihrem Android-Smartphone oder -Tablet die Google Play Store App.

Tippen Sie auf das Menüsymbol Meine Apps und Spiele Bibliothek. Es steht eine Suchfunktion zur Verfügung: pushTAN-App der Fondsdepot Bank

Tippen Sie die App „pushTAN-App der Fondsdepot Bank“ an.

Tippen Sie auf Installieren oder Aktivieren.

Die iOS-App finden Sie im Appstore unter App „pushTAN-App der Fondsdepot Bank“. Klicken Sie dann auf „Installieren“ um die App herunterzuladen und zu öffnen.

 

Die Beschreibung und Präsentation der pushTAN-App im Apple App Store und Google Play Store entspricht folgenden Vorgaben:
•  Geben Sie Ihre Kunden-Nummer und Ihren Aktivierungscode gemäß dem übersendeten Schreiben ein.
•  Die Kunden-Nummer wird in der App gespeichert.
•  Bitte vergeben Sie ein Passwort (App-PIN).
•  Sie erhalten einen Link zu den Nutzungsbedingungen. Diese sind zwingend zu akzeptieren.
•  Die Zustimmung ist mit Eingabe des Aktivierungscodes zur Freischaltung des Zielgerätes verbunden.
•  Aktivierung muss von Ihnen mit Ihrem gültigen Aktivierungscode freigeschaltet werden.
•  Den Aktivierungscode erhalten Sie per Post.

 

Immer wenn Sie eine Transaktion im Banking Portal der Fondsdepot Bank in Auftrag geben, erhalten Sie eine Push-Benachrichtigung auf Ihr Smartphone. In der pushTAN-App finden Sie nach Eingabe Ihres Passworts die benötigte TAN.

Für jeden Ihrer Online-Banking-Zugänge können Sie bei Bedarf unter Service -> PIN/TAN Verwaltung -> pushTAN verwalten, ein Endgerät („TAN Medium“) definieren, auf dem Sie die pushTAN empfangen wollen. Sie erhalten für dieses Gerät Registrierungsdaten. Die pushTAN-App ist an die Hardware des Zielgerätes gekoppelt.

Ja, in einer pushTAN-App können Sie mehrere pushTAN-Verbindungen für unterschiedliche Online-Banking-Zugänge und Konten auf einem Smartphone oder Tablet einrichten.

Für Depotinhaber:
Voraussichtlich können Sie Ihre vorliegenden iTAN ab 01.04.2020 nicht mehr verwenden.

Für Geldkontoinhaber:
Ab dem 14. September 2019 benötigen Sie für die Anmeldung zum Fondsbanking als auch zur Freigabe von elektronischen Zahlungsvorgängen das pushTAN-Verfahren.

Da pushTAN aus Sicherheitsgründen jeweils an Ihr Smartphone bzw. Tablet gekoppelt ist, müssen Sie ein neues Gerät neu registrieren. Dazu müssen Sie den Registrierungsprozess erneut durchlaufen. Den bestehenden Anmeldenamen/Legitimations-ID und die zugehörige Online-Banking-PIN können Sie weiter nutzen.

Sie können Ihre Transaktionen über Ihren persönlichen Berater beauftragen und dort ihre Daten zum Geldkonto einsehen.

Stellen Sie ein ungewöhnliches Vorgehen fest, dann nehmen Sie keine Eingaben vor, und melden Sie sich schnellstmöglich bei unserem Customer Care Center unter Tel. +49 9281 7258-3000

  • Ziel ist es, im Online-Banking mögliche Manipulationen durch einen Trojaner zu erkennen und geeignete Maßnahmen durch die Bank ergreifen zu können.
  • Ohne dass Sie eine Transaktion ausgelöst haben, werden wir Sie nie nach Eingabe einer TAN fragen.
  • Geben Sie niemals mehr als eine TAN gleichzeitig ein.
  • Wir fordern Sie niemals auf, Transaktionen jeglicher Art durchzuführen.
  • Wir werden Sie niemals - weder telefonisch  noch per SMS - auffordern, neben der „P-TAN der Fondsdepot Bank“ eine weitere Software zu installieren – z.B. wegen Erhöhung der Sicherheit.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben für alle Banken werden wir Ihr iTAN-Verfahren (papierhafte iTAN-Liste)am 14. September 2019 für den Bereich der Geldkonten deaktivieren. Es ist eine sog. „Starke Kundenauthentifizierung“ für Transaktionen im Geldkonto erforderlich. Die iTAN kommt diesen Sicherheitsaspekten zukünftig nicht nach.

VL-Fondsdepot

Nach Ablauf der Vertragslaufzeit  sind die erworbenen Fondsanteile jederzeit verfügbar. Diese „freien Anteile“ können Sie sich kurzfristig mit einem formlosen Verkaufsauftrag auszahlen lassen. Wichtig ist, dass Sie sich in diesem Verkaufsauftrag speziell auf diese frei verfügbaren Anteile beziehen. Bitte reichen Sie für die Überweisung des Verkaufserlöses einen persönlich unterschriebenen Verkaufsauftrag mit Angabe Ihrer Bankverbindung ein.

Sie haben die Möglichkeit, Ihren laufenden VL-Vertrag  jederzeit vorzeitig prämienschädlich aufzulösen.

Eine prämienunschädliche Auflösung ist nur in besonderen Fällen, wie etwa bei Tod, Heirat, Arbeitslosigkeit, die länger als ein Jahr andauert, oder für berufliche Weiterbildung (VermBG § 4 Abs.4) mit dem entsprechenden Nachweis, (z.B. Bestätigung der Bildungseinrichtung, Heiratsurkunde, Bescheid über Arbeitslosengeld) möglich.

In allen anderen Fällen können Sie den Vertrag nur "prämienschädlich" auflösen, d.h. Sie verlieren ggf. den Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage für das bereits angesparte Vermögen. Es ist erforderlich, dass Sie Ihre Kündigung direkt gegenüber der Fondsdepot Bank erklären.

Um die Herkunft und Richtigkeit eines erteilten Auftrages prüfen zu können, bitten wir um eine persönlich unterzeichnete Weisung mit Angabe Ihrer Depotnummer und Ihrer Bankverbindung. Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen – wie mit Vertragsabschluss vereinbart – bei Auflösung die volle Depotgebühr in Rechnung stellen.

Für eine zukünftige Anlage kann gerne ein Anschlussvertrag abgeschlossen werden. Die Anlage ist dann innerhalb des bestehenden VL-Fondsdepots möglich,  wenn Sie zeitnah eine entsprechende, persönlich unterzeichnete Weisung an die Fondsdepot Bank senden. Eine Auswahl VL-fähiger Fonds stellt Ihnen gerne Ihr persönlicher Berater zur Verfügung. Sie haben alternativ die Möglichkeit, die weiteren Einzahlungen im gleichen Fonds zu beauftragen

Der Wechsel in einen anderen Fonds ist während der Laufzeit des Sparplans nicht möglich.

Auf Wunsch richten wir für Sie einen neuen Vertrag für die weitere Anlage von vermögenswirksamen Leistungen in einem anderen Fonds ein. So haben Sie die Möglichkeit, die von Ihrem Arbeitgeber überwiesenen Beträge, in einen anderen Fonds zu investieren. Der vorhandene Dauerauftrag Ihres Arbeitgebers muss im Verwendungszweck der Überweisung auf die neue Wertpapierkennnummer geändert werden. Nur dann ist weiterhin eine automatische Zuordnung in Ihr VL-Fondsdepot möglich.

Ihr Arbeitgeber wird von uns über die Änderung informiert und erhält die neuen Überweisungsdetails mitgeteilt. Voraussetzung ist, dass der Fondsdepot Bank die aktuellen Kontaktdaten vorliegen. 

Gut zu wissen: Mit Eingang der ersten Sparrate beginnt für Ihren neuen VL-Vertrag die Laufzeit neu. Der alte Vertrag ruht bis zur ursprünglichen Fälligkeit.

Bitte teilen Sie uns in Textform unter Angabe Ihrer Depotnummer oder über unsere Service Line per Telefon mit, dass Sie den Arbeitgeber gewechselt haben. Gerne senden wir Ihnen Unterlagen mit Überweisungsdetails für Ihren neuen Arbeitgeber zu. Bitte leiten Sie den entsprechenden Teil an die Personalabteilung weiter. Das Rückantwortblatt für die Fondsdepot Bank verwenden Sie bitte, um uns die Daten Ihres neuen Arbeitgebers zur Speicherung in Ihrem VL-Fondsdepot mitzuteilen.

Ihr Arbeitgeber zahlt für die Dauer von sechs Jahren die mit Ihnen oder im Tarifvertrag vereinbarten vermögenswirksamen Leistungen ein. Nach Ablauf der sechsjährigen Einzahlphase ruhen die erworbenen Investmentanteile bis zum 31.12. des jeweiligen Jahres. Zum 01.01. des Folgejahres können Sie dann frei über ihr Guthaben verfügen.

Beispiel:

Vertragsbeginn:       16.07.2019 (erste Überweisung des Arbeitgebers)
Einzahlfrist-Ende:    30.06.2025  (6-jährigeSparphase ist beendet, Ruhephase beginnt)
Sperrfrist-Ende:        01.01.2026  (Guthaben zum aktuellen Kurs frei verfügbar)

Die Auszahlsumme ist abhängig vom aktuellen Rücknahmepreis Ihres Fonds am Tag der Abrechnung.

Die Fortführung eines VL-Anschlussvertrages im gleichen Fonds ist vorgesehen, solange Sie uns keine andere Weisung erteilen und wenn seitens Ihres Arbeitgebers Zahlungen auch über das Einzahlende hinaus eingehen.

In diesen Fällen kann Ihr Vertrag innerhalb der Laufzeit beitragsfrei gestellt werden. Es besteht jedoch immer die Möglichkeit innerhalb der Einzahlphase, eine Eigeneinzahlung auf Ihr Fondsdepot Bank VL-Fondsdepot zu tätigen. Eigene Einzahlungen sind nicht zulagenberechtigt.

Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung folgende Daten an:

Empfänger: Fondsdepot Bank GmbH
Name der Bank: Commerzbank
IBAN: DE 60 6008 0000 0914 4055 00
SWIFT-BIC: DRES DE FF 600
Verwendungszweck: Depotnummer, ISIN, Name

Die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) finden Sie auf Ihren Depotabrechnungen.

Ihr Vertrag läuft immer wie bei Vertragsabschluss vereinbart bis zum Ende der Sperrfrist. Die Vertragslaufzeit wird nicht um die Zeit der Babypause oder Krankheit verlängert. Die Depotführungsentgelte fallen immer in voller Höhe an.

In diesem Fall kann Ihr Vertrag innerhalb der Laufzeit beitragsfrei gestellt werden. Es besteht jedoch immer die Möglichkeit innerhalb der Einzahlphase, eine Eigeneinzahlung auf Ihr Fondsdepot Bank VL-Fondsdepot zu tätigen.

Bitte geben Sie bei Ihrer Überweisung folgende Daten an:

Empfänger: Fondsdepot Bank GmbH
Name der Bank: Commerzbank
IBAN: DE 60 6008 0000 0914 4055 00
SWIFT-BIC: DRES DE FF 600
Verwendungszweck: Depotnummer, ISIN, Name

Die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) finden Sie auf Ihren Depotabrechnungen.

Ihr Vertrag läuft immer wie bei Vertragsabschluss vereinbart bis zum Ende der Sperrfrist. Die Vertragslaufzeit endet nicht mit Renteneintritt.

Die Depotführungsentgelte fallen immer in voller Höhe an. Ein anteiliges Entgelt gibt es nicht.

Ja, Sie können eigene Einzahlungen auf Ihr VL-Fondsdepot vornehmen, um  ggf. Unterbrechungen zu vermeiden. Die staatliche Förderung wird jedoch nur bis zur gesetzlichen Förderhöchstgrenze von 400,- € pro Kalenderjahr auf Überweisungen vom Arbeitgeber gewährt.

Ein Fondsdepot mit einem VL-Sparbetrag kann ausschließlich als Einzeldepot auf den Namen des VL-Sparers eröffnet und geführt werden.

Kurz vor Ende der Sperrfrist werden Sie von der Fondsdepot Bank schriftlich über die mögliche Auszahlung informiert. Dem Anschreiben wird ein Rückantwortblatt zur Beantragung der Auszahlung beigefügt sein.

Es ist jedoch auch möglich, die Fondsanteile über die Laufzeit hinaus weiterhin im Depot zu belassen. Es erfolgt dann nach Laufzeitende eine Umwandlung in „freie Fondsanteile“. Diese werden im Rahmen eines Fondsdepot verwahrt und die Fondsdepot Bank erhebt das jährliche Depotführungsentgelt gemäß dem gültigen Preis- und Leistungsverzeichnis.

Nach erfolgreicher Eröffnung Ihres Fondsdepot Bank VL-Fondsdepots erhalten Sie von der Fondsdepot Bank die schriftliche Bestätigung der Depoteröffnung. Auch Ihr Arbeitgeber erhält eine Bescheinigung mit allen notwendigen Angaben zur Überweisung. Die Vertragslaufzeit beginnt mit dem ersten Geldeingang.

Sie können die Fondsdepot Bank vor dem Arbeitgeberwechsel beauftragen, Ihnen dazu Unterlagen zuzusenden. In diesem Brief ist der Rücksendeteil für die Fondsdepot Bank und für Ihre neue Personalabteilung enthalten. In diesem Anschreiben an den Arbeitgeber wird darauf hingewiesen, wie wir diese Anteile verwahren. Der neue Arbeitgeber zahlt in das bestehende VL-Fondsdepot in den bestehenden VL-Vertrag weiter ein und kann auch Nachzahlungen für das aktuelle Kalenderjahr vornehmen.

Ja, Sie können die Anteile weiterhin im Depot belassen und später auch um weitere Fondspositionen erweitern.

Es erfolgt dann nach Laufzeitende Ihres VL-Vertrags eine Umwandlung in „freie Fondsanteile“. Diese werden im Rahmen eines Fondsdepot verwahrt und die Fondsdepot Bank erhebt das jährliche Depotführungsentgelt gemäß dem gültigen Preis- und Leistungsverzeichnis.

Den staatlichen Zuschuss für Investmentfondssparen erhalten alle Arbeitnehmer, die ein bestimmtes zu versteuerndes Einkommen nicht überschreiten. Dieses beträgt

20.000 Euro p.a. für Alleinstehende und
40.000 Euro p.a. für Verheiratete/eingetragene Lebenspartnerschaften.

Zudem ist es erforderlich, dass die VL-Leistungen in einen Fonds fließen, der zu mindestens 60 % in Aktien investiert. Welche Fonds hierfür in Frage kommen, erfahren Sie von Ihrem persönlichen Vermögensberater.

Seit 2018 ist die Fondsdepot Bank verpflichtet die Daten aus der VL-Bescheinigung direkt an die zuständige Finanzbehörde zu melden.

Diese elektronische Meldung erfolgt immer im ersten Quartal des neuen Jahres. Voraussetzung ist, dass uns Ihre korrekte TIN zum Meldetermin vorliegt.

Eine beleghafte Beantragung der Arbeitnehmersparzulage ist nicht mehr möglich. Deshalb entfällt seit diesem Zeitpunkt der papierhafte Versand einer VL-Bescheinigung.

Um eine Arbeitnehmersparzulage zu erhalten, ist eine elektronische Meldung zwingend erforderlich. 

Möchten Sie nicht am elektronischen Verfahren teilnehmen, können Sie der automatischen Datenweitergabe an das Finanzamt widersprechen. Bitte reichen Sie uns hierzu einen schriftlichen Auftrag mit Ihrer Unterschrift ein. Bei einem Widerspruch kann keine Arbeitnehmersparzulage durch das Finanzamt gewährt werden.

Möchten Sie der Datenweitergabe für Ihren VL-Vertrag nachträglich zustimmen beziehungsweise den Widerspruch zurücknehmen, muss hierzu ein formloser Auftrag mit Unterschrift an die Fondsdepot Bank erteilt werden.

Vorabpauschale

An dieser Stelle beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Thema "Vorabpauschale" und deren Besteuerung. Ziel ist es dabei, ein Verständniss für die steuerlichen Regelungen zu erzeugen und Investmentdepotinhaber zu sensibilisieren, dass es am Anfang eines Jahres zu einer Besteuerung aus der Vorabpauschale kommen kann. Laut Gesetzgebe hat der Depotführer, also die Fondsdepot Bank, die Pflichtdie auf die Vorabpauschale anfallenden Steuern einzuziehen. Diesen Prozess möchten wir so transparent wie möglich gestalten. Alternativ können Sie die Print-Version als PDF Datei herunterladen oder werfen Sie einen Blick in das Erklärvideo des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

Anleger eines Investmentfonds grundsätzlich zum Anfang eines jeden Jahres  (erstmalig ab 02.01.2019) anhand einer Vorabpauschale besteuert. Die Kapitalertragsteuer hinsichtlich dieser Pauschale wird von der depotführenden Stelle berechnet und direkt an den Fiskus abgeführt. Wirtschaftlich betrachtet ist die Vorabpauschale eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen des Fondsvermögens. Geregelt wird die Vorabpauschale im §18 des InvStG.

Grafische Darstellung der Berechnung zur Vorabpauschale

Die Fondsdepot Bank hat keinen Einfluss auf die Berechnung der Vorabpauschale. Die Vorabpauschalen werden allen depotführenden Stellen für jeden Fonds vom WM Datenservice® zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich wird die Vorabpauschale von WM Datenservice® für einen Fonds mittels eines dreistufigen Verfahrens kalkuliert.

Im ersten Schritt wird überprüft, ob der Fondsanteil im Laufe des letzten Kalenderjahres eine Wertsteigerung erfahren hat. Hierzu wird der Rücknahmepreis am Jahresanfang mit dem Rücknahmepreis am Jahresende verglichen. Nur wenn der Fondsanteil eine Wertsteigerung erfahren hat, kann es zu einer Vorabpauschale kommen. Hat der Fondsanteil keine Wertsteigerung, so gibt es keine Vorabpauschale.

Sofern der erste Schritt im Ergebnis eine Wertsteigerung ergibt, wird im zweiten Schritt ein vom Gesetzgeber definierter Basisertrag  mit der Summe der im letzten Jahr erfolgten Ausschüttungen des Fonds verglichen. Nur wenn der Basisertrag höher ist als die Summe der erfolgten Ausschüttungen des Fonds, kann es zu einer Vorabpauschale kommen.

Der Basisertrag wird gemäß Gesetz definiert als:
Basisertrag = Rücknahmepreis zum Jahresanfang * Basiszinssatz1 * 70 %

Wenn der zweite Schritt im Ergebnis einen höheren Basisertrag als die Summe der Ausschüttungen ergeben hat, so wird im dritten Schritt die Höhe der Vorabpauschale ermittelt. Sofern die Wertsteigerung des Fondsanteils zuzüglich der Summe der erfolgten Ausschüttungen  kleiner als der Basisertrag ist, dann entspricht die reine Wertsteigerung der Höhe der Vorabpauschale. Im anderen Fall entspricht die Vorabpauschale dem Basisertrag gemindert um die Summe der Ausschüttungen.

[1] Gesetzlich definierter Zins gemäß § 18 Absatz 4 InvStG

Die Vorabpauschale wird gemäß § 16 Absatz (1) Ziffer 2 InvStG als Ertrag bezeichnet. Damit unterliegt die Vorabpauschale den regulären Besteuerungsregeln von Erträgnissen und Veräußerungsgewinnen, also der Abgeltungsteuer.

1. Berechnung Kapitalertragsteuer

Laut § 18 Absatz (3) InvStG gilt die Vorabpauschale am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres als zugeflossen. Damit entsteht die entsprechende Steuerforderung auf den Ertrag „Vorabpauschale“. Nach Feststellung und Lieferung der Berechnungsgrundlagen der Vorabpauschale durch WM Datenservice®, wird die depotführende Stelle auf Basis der persönlichen Daten des Depotinhabers bzw. des wirtschaftlich Berechtigten die Kapitalertragsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer berechnen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung eventueller auf den Fonds bezogener Teilfreistellungssätze, eventuell existierender nicht ausgeschöpfter Freistellungsaufträge und eventuell existierender Verlustverrechnungstöpfe. Die berechnete Kapitalertragsteuer, der Solidaritätszuschlag und eine eventuelle Kirchensteuer werden dem Kunden gegenüber mit einer Depotabrechnung ausgewiesen.

2. Anrechnung der KESt auf Vorabpauschale bei zukünftigen Verkäufen

Da die Kapitalertragsteuer auf die Vorabpauschale wirtschaftlich betrachtet eine vorweggenommene Besteuerung zukünftiger Wertsteigerungen darstellt, ist sie bei der Besteuerung eines Verkaufs der betroffenen Anteile anzurechnen. Am Tag des Verkaufs, dies kann auch mehrere Jahre in der Zukunft sein, werden sämtliche bereits bis dahin angefallenen Kapitalertragsteuern auf die Vorabpauschale mit den aus dem Verkauf kalkulierten Steuern angerechnet.

Die Berechnungsgrundlagen der Vorabpauschale werden seitens WM Datenservice® je Fonds ermittelt und den depotführenden Stellen zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung der Daten wird voraussichtlich Anfang Januar für die ersten Fonds beginnen und noch im Januar abgeschlossen sein.

Die Abrechnung der Kapitalertragsteuer auf die Vorabpauschale erfolgt immer auf den Bestand eines Kunden zum Jahresanfang an dem betroffenen Fonds. Kurzfristig nach Bereitstellung der Vorabpauschalen-Daten eines Fonds, wird die Fondsdepot Bank die Besteuerung des betroffenen Depotbestandes eines Kunden durchführen. Sofern ein Kunde mehrere verschiedene Fonds in seinem Depotbestand hält, kann die Berechnung der Kapitalertragsteuer auf die Vorabpauschale zu den Fonds zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden.

Die berechnete Kapitalertragsteuer auf die Vorabpauschale ist ein separater Geschäftsvorfall, daher kann keine Verrechnung mit anderen Transaktionen durchgeführt werden. Die Steuerforderung wird somit durch die depotführende Stelle einzuziehen sein. Der Steuereinzug der KESt auf die Vorabpauschale erfolgt in der Fondsdepot Bank, wie im Folgenden beschrieben, nach festgelegten Verfahren in definierter Reihenfolge. Nach erfolgreichem Einzug der Steuer vom Kunden wird die Fondsdepot Bank die eingezogene Steuer an das zuständige Betriebsstätten-Finanzamt abführen.

1. Anteilsverkauf

Nach Erhalt der Berechnungsgrundlagen der Vorabpauschale für einen Fonds vom WM Datenservice® wird die Fondsdepot Bank den Anteilsbestand je Fonds der Kunden ermitteln und für jeden einzelnen Kunden auf Basis seines Bestandes und seiner steuerlichen Situation die Kapitalertragsteuer, den Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer berechnen (siehe dazu auch 1. unter "Wie wird die Vorabpauschale besteuert?").

Zur Deckung der Steuerforderung wird die Fondsdepot Bank im erforderlichen Umfang Anteile aus dem Depotbestand des zugehörigen Fonds verkaufen. Ein Verkauf ist selbstverständlich nur möglich, sofern keine verkaufsverhindernden Umstände für den Fonds, das Depot oder den Bestand existieren.

Die Fondsdepot Bank berechnet die Anzahl der zu verkaufenden Anteile zur Begleichung der Steuerschuld automatisch, unter Berücksichtigung der anfallenden Steuer aus der stattfindenden Verkaufstransaktion. Ein gesonderter Auftrag des Kunden für diese Transaktion ist nicht notwendig. Der Verkauf wird dem Kunden mit einer Verkauf-Depotabrechnung dokumentiert.

 

2. Lastschrifteinzug

Die Begleichung der Steuerforderung aus der Vorabpauschale mittels Lastschrift erfolgt im Regelfall, wenn kein Anteilsverkauf möglich ist und der Fondsdepot Bank ein Referenzbankkonto mit gültigem SEPA Mandat vorliegt. Der Lastschrifteinzug wird dem Kunden mit der Depotabrechnung zur Vorabpauschale angezeigt.

 

3. Steueranforderung

Die Steueranforderung erfolgt, sofern kein Anteilsverkauf und kein Lastschrifteinzug möglich waren. Eine Steueranforderung ist ein dediziertes Anschreiben an den Kunden, die berechnete Steuerforderung aus der Vorabpauschale für einen Fonds innerhalb von 14 Tagen zu begleichen. Der Beleg zur Steueranforderung weist nochmals die Steuerforderung aus und benennt das Konto, auf das der Kunde seine Steuerschuld einzuzahlen hat. Wichtig dabei ist, den im Schreiben genannten Verwendungszweck in die Überweisung zu übernehmen, um eine eindeutige Zuordnung des eingezahlten Betrages zu gewährleisten.

4. Finanzamtsmeldung

Sollten die im Vorfeld genannten Maßnahmen zum Steuereinzug nicht erfolgreich sein, so ist die Fondsdepot Bank verpflichtet den Kunden mit der ausstehenden Steuerforderung an das Finanzamt zu melden. Die Finanzbehörden werden daraufhin ihrerseits versuchen, die Steuerforderung einzuziehen.

Damit die Steuerberechnung auf die Vorabpauschale und der zugehörige Steuereinzug möglichst reibungslos verlaufen, ist es wichtig das Verständnis zu haben, dass der Steuereinzug auf die Vorabpauschale eine gesetzliche Anforderung aus dem Investmentsteuerreformgesetz ist. Die depotführenden Stellen haben dabei die Pflicht vom Finanzamt übertragen bekommen, die Steuern zu berechnen und die Steuerforderung einzuziehen.  Sofern keine Vorabpauschale für einen Fonds anfällt, entsteht auch keine Steuerschuld. Zur Vorbereitung kann ein Depotkunde die im Folgenden genannten Maßnahmen durchführen.

1. Freistellungsauftrag anpassen

Da die Vorabpauschale Anfang eines Kalenderjahres festgestellt und die darauf anfallenden Steuern berechnet werden, ist ein existierender nicht ausgeschöpfter Freistellungsauftrag hilfreich, um die Höhe der Steuereinziehungen zu minimieren.

2. Überprüfung Referenzkonto

Sofern die Steuerforderung mittels Lastschrift eingezogen wird, benötigt die Fondsdepot Bank dazu eine Referenzbankverbindung mit gültigem SEPA Mandat. Folgende Maßnahmen kann ein Kunde vorbereitend durchführen:

  •     sofern der Fondsdepot Bank bisher keine Referenzbankverbindung genannt wurde, kann diese eingereicht werden.
  •     sofern eine Referenzbankverbindung genannt wurde, sollte überprüft werden, ob das genannte Konto noch existiert und ein gültiges SEPA Mandat hat.

Ein Depot hat drei Positionen zum Ende des Kalenderjahres 2018. Der amtliche veröffentliche gültige Basiszins (02.01.2018) beträgt 0,87 %.

Pos.Bestand/Kauf seit/amAnzahl AnteileFondsartAP am Tag des KaufesRNP 01.01.2018RNP 31.12.2018Ausschüttung
101.01.20185Thesaurierendn/a10,00 €10,50 €n/a
215.07.201850Thesaurierend80,00 €75,00 €78,00 €1,50 €
301.01.20181000Thesaurierendn/a200,00 €201,00 €n/a

 

Berechnung

Schritt A

Ist die Differenz zwischen Rücknahmepreis des Fondsanteils zum Jahresanfang und Jahresende (Wertsteigerung) positiv ?  [RNP 01.01.2018 > RNP 31.12.2018]

Pos.RegelRechnungErgebnis
1RNP 31.12.2018 häher als am 01.01.201810,50 € - 10,00 € = 0,50 € WSVAP "ja"
2RNP 31.12.2018 häher als am 01.01.201878,00 € -75,00 € = 3,00 € WSVAP "ja"
3RNP 31.12.2018 häher als am 01.01.2018201,00 € - 200,00 € = 1,00 € WSVAP "ja"

 

Schritt B

Ist der Rücknahmepreis zum Jahresanfang x 70 % des Basiszinses größer als der (Gesamt-) Betrag der im Jahr erfolgten Ausschüttung(en)?

Basisertrag  = RNP am Jahresanfang * (70% vom Basiszins)
                   = RNP am Jahresanfang * (0,7 * 0,87%)
                   = RNP am Jahresanfang * 0,609 %

Pos.RegelRechnungErgebnis
1Basisertrag > Summe AusschüttungenBasisertrag: 10,00 € * 0,609 % = 0,0609 € / Summe Ausschüttungen: 0,00 € -> Basisertrag > Summe AusschüttungenVAP "ja"
2Basisertrag > Summe AusschüttungenBasisertrag: 75,00 € * 0,609 % = 0,457 € / Summe Ausschüttungen: 1,50 € -> Basisertrag < Summe AusschüttungenVAP "nein"
3Basisertrag > Summe AusschüttungenBasisertrag: 200,00 € * 0,609 % = 1,218 € / Summe Ausschüttungen: 0,00 € -> Basisertrag > Summe AusschüttungenVAP "ja"

 

Schritt C

Ist die Wersteigerung des Fondsanteil + der Bertag der Ausschüttung(en) größer als der Basisertrag

Pos.RegelRechnungErgebnis
1Wertsteigerung + Ausschüttung (W+A) ≥ Basisertrag (BE)Wertsteigerung: 10,50 € -10,00 € = 0,50 € / Ausschüttung: keine / Basisertrag: 0,0609 € -> W+A > BE -> Basisertrag als GrundlageVAP = 0,06 €
2Wertsteigerung + Ausschüttung (W+A) ≥ Basisertrag (BE)n/akeine VAP
3Wertsteigerung + Ausschüttung (W+A) ≥ Basisertrag (BE)Wertsteigerung: 201,00 € - 200,00 € = 1,00 € / Ausschüttung: keine / Basisertrag: 1,218 € -> W+A < BE -> W+A als GrundlageVAP = 1,00 €

 

Ergebnis

Berechnung der KESt (ohne Berücksichtigung von Verlustverrechnungssalden, Freistellungsaufträgen, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag).

Pos.RegelRechnungErgebnis
1Anzahl Anteile * VAP * 25 % KESt5 * 0,0609 € * 25 % = 0,076125 €KESt = 0,08 €
2Anzahl Anteile * VAP * 25 % KEStn/aKeine KESt aus VAP
3Anzahl Anteile * VAP * 25 % KESt1000 * 1,00 € * 25 % = 250,00 €KESt = 250,00 €

 

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