Sparer-Pauschbetrag 2023

Zum 01.01.2023 hat die Bundesregierung beschlossen, den Sparer-Pauschbetrag zu erhöhen. Für Allein-stehende von 801 € auf 1.000 € und für zusammenveranlagte Ehepaare/Lebenspartner von 1.602 € auf 2.000 €. Diese Erhöhung hat Auswirkungen auf den Freistellungsauftrag für Kapitalerträge sowie die ehegatten-/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung (Formular: „Freistellungsauftrag für Kapitalerträge und Antrag auf ehegattenübergreifende/lebenspartnerübergreifende Verlustverrechnung“).

Es sind alle privaten Personen betroffen, die einen existierenden Freistellungsauftrag haben oder einen neuen Freistellungsauftrag stellen dürfen.

Gemäß den gesetzlichen Regelungen werden alle Freistellungsaufträge mit aktuell gültigem Höchstbetrag von 801 €/1.602 € automatisch zum 01.01.2023 auf 1.000 €/2.000 € angehoben.

Anteilig beauftragte Freistellungsbeträge werden prozentual erhöht. Der Erhöhungssatz liegt dabei bei 24,844%. Ein Freistellungsauftrag von 0 € bleibt entsprechend bei 0 €.

Ein Kunde muss nur aktiv werden, wenn er eine von der gesetzlichen Regelung zur automatischen Anpassung des Freistellungsauftrages abweichende Veränderung in der Höhe seines aktuellen Freistellungsauftrages wünscht oder einen Freistellungsauftrag erstmalig neu einrichten möchte. Andernfalls werden alle existierenden Freistellungsaufträge gemäß den gesetzlichen Vorgaben automatisch zum 01.01.2023 angepasst.

Bitte benutzen Sie dazu das neue Freistellungsauftragsformular oder gehen Sie ab dem 03.01.2023 in den Selfservice Bereich des Banking Portals und beauftragen dort die Änderung des Freistellungsbetrages.

Grundsätzlich sollte für Freistellungsaufträge, die das Jahr 2023 betreffen, das neue amtliche Muster verwendet werden. Auf diese Weise werden Unklarheiten vermieden. Dennoch wird das bisher gültige Formular noch bis zum 30.06.2023 akzeptiert.

Hierzu gilt es Folgendes zu beachten: Verwendet der Kunde das bisher gültige Formular für die Beantragung des Sparerpauschbetrages mit Gültigkeit ab dem 01.01.2023 und unterschreitet dabei den zulässigen Höchstbetrag von 801 €/1.602 €, so hat sich der Kunde bewusst für diesen Betrag entschieden. Nutzt er das bisher gültige Formular und kreuzt den maximalen Freistellungsbetrag von 801 € bzw. 1.602 € an, so dokumentiert er damit nicht eindeutig seinen Willen. Dieser Freistellungsauftrag kann ohne handschriftliche Ergänzung des Kunden nicht angenommen werden. Die handschriftliche Änderung sollte den neuen gültigen Höchstbetrag nennen.

Nein, sofern eine gültige Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt, gilt diese weiter.

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