Fondsvoting Wichtige Hinweise und gesetzlich vorgeschriebene Informationen

Fondsvoten werden nur für ein begrenztes Spektrum von Fonds der Allianz Global Investors GmbH, Allianz Global Investors Ireland Ltd. und der Allianz Global Investors Luxembourg S.A. erstellt. Mit der Allianz Global Investors GmbH wurde diese Erstellung vertraglich vereinbart.

Zielsetzung des Fondsvotings der Fondsdepot Bank GmbH (nachfolgend „Bank“) ist die Einschätzung und Bewertung einer Fondspalette auf zukünftiges Wertentwicklungspotential auf Basis von standardisierten Kriterien. Die Bank erstellt ihre Fondsvoten nach ihren eigenen hier beschriebenen Grundsätzen. Mögliche „Votenempfehlungen“ von Dritten haben also keinen Einfluss auf die tatsächlich erstellten Fondsvoten der Bank.

Definition der Votingmöglichkeiten

Die Ausprägungen des Fondsvotums für jeden einzelnen Fonds lauten auf „Kaufen“, „Halten“ oder „Verkaufen“ und werden einmal monatlich neu ermittelt und gelten für eine Dauer von 6 Monaten. Abweichungen von diesem Turnus behält sich die Bank vor.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Anlagehorizont von Anlagen in Investmentfonds –unabhängig vom Prognosezeitraum des Fondsvotings- in der Regel zumindest mittel- bis langfristig gegeben sein sollte.

Fondsvoten – Detailübersicht für alle Fonds (exkl. Mischfonds)  
Kaufen Aufgrund der Attraktivität des Segmentes innerhalb der Anlageklasse sowie der erwarteten relativen Stärke des Fonds in seiner Vergleichsgruppe wird im Vergleich zum vorhandenen Marktumfeld eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet.
Halten Aufgrund der Attraktivität des Segmentes innerhalb der Anlageklasse sowie der erwarteten relativen Entwicklung des Fonds in seiner Vergleichsgruppe wird im Vergleich zum vorhandenen Marktumfeld eine durchschnittliche Wertentwicklung erwartet.
Verkaufen Aufgrund der geringen Attraktivität des Segmentes innerhalb der Anlageklasse sowie der erwarteten relativen Schwäche des Fonds in seiner Vergleichsgruppe wird im Vergleich zum vorhandenen Marktumfeld eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet.
Fondsvoten – Detailübersicht für Mischfonds (Multi-Asset- und Strategiefondskonzepte)  
Kaufen Aufgrund der Qualität des Produktkonzeptes wird eine zum vorhandenen Marktumfeld überdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet.
Verkaufen Aufgrund von Schwächen des Produktkonzeptes wird eine zum vorhandenen Marktumfeld unterdurchschnittliche Wertentwicklung erwartet.

Risikohinweise

Vor jeder Anlageentscheidung müssen Chancen und Risiken einer Wertpapieranlage abgewogen werden. Dies erfolgt in der Regel im Rahmen eines Beratungsgespräches. Bei der Erstellung eines Fondsvotums kann die individuelle Situation des Anlegers nicht betrachtet werden. Zur Unterstützung der Entscheidungsfindung eines Anlegers im Zusammenhang des mit einem Wertpapier verbundenen Anlagerisikos wird unter „Fondsdaten“ eine Risikoklasse des Wertpapiers ausgewiesen. Diese basiert auf dem von der Kapitalverwaltungsgesellschaft errechneten Risikoindikator „SRI“ (Summary Risk Indicator). Die Risikoeinstufung bietet keine Gewähr, dass die künftige Marktentwicklung des Wertpapiers mit der prognostizierten Risikobewertung übereinstimmt. Der SRI wird durch die Bank wie folgt interpretiert:

Risikoindikator Auslegung
1 Das Finanzinstrument hat keinerlei Risiken und bietet eine marktgerechte Verzinsung. Verluste sind ausgeschlossen.
2 Das Finanzinstrument hat kaum Risiken. Seine Verzinsung liegt üblicherweise über der von Spareinlagen. Kurzfristig können geringe Verluste auftreten.
3 Die Anlage hat begrenzte Risiken. In der Regel stehen laufende Zinserträge sowie mittel- bis langfristige Wertsteigerungen im Fokus. Es können Verluste auftreten.
4 Das Finanzinstrument hat ein ausgewogenes Risiko- und Renditeverhältnis und eignet sich in der Regel für risikobereite Anleger. Es können höhere Verluste und Wertschwankungen auftreten.
5 Zur Nutzung von Renditemöglichkeiten an den Kapitalmärkten werden bei diesem Finanzinstrument hohe Risiken eingegangen. Instrumente dieser Risikoklasse eignen sich in der Regel nur für chancenorientierte Anleger.
6 Zur Nutzung hoher Renditemöglichkeiten an den Kapitalmärkten werden bei diesem Finanzinstrument sehr hohe Wertschwankungen und Verlustrisiken eingegangen. Das Finanzinstrument ist daher in der Regel nur für sehr risikobereite und dynamische Anleger empfehlenswert.
7 Zur Nutzung sehr hoher Renditemöglichkeiten an den Kapitalmärkten werden bei diesem Finanzinstrument äußerst hohe Wertschwankungen und Verlustrisiken eingegangen. Anleger müssen daher bereit sein, ggfs. sogar über ihren Kapitaleinsatz hinaus Geld zu verlieren und Nachschusspflichten zu akzeptieren.

Bewertungsgrundlage und –methode

Die verwendete Datenbasis des quantitativen-technischen Teils des Prozesses „Fondsvoting“ stammt aus einer von der Bank lizensierten Fondssoftware.

Die Einflussfaktoren für das Fondsvotum sind ein quantitativ technischer Score und die Hausmeinung des bankinternen Investment Committees (IC) für die entsprechenden Anlageklassen. Beide Faktoren gehen mit hälftiger Gewichtung in das Gesamtvotum ein. Der quantitativ technische Score vereint gleichgewichtet einen Performance- und einen Risiko-Score.

  • Quantitativ technischer Score
    Der Performance-Score basiert auf der relativen Performance des betrachteten Fonds versus der Vergleichsgruppe (Peergroup), die als „Kategorie“ bezeichnet wird.
    Als Basis werden die relativen Renditen (Out-/Underperformance) über 1 Jahr, 3 Jahre p.a. und 5 Jahre p.a. ausgewertet. Die 3 Werte gehen gleichgewichtig in den Performance-Score ein. Der sich ergebende finale Performance-Score geht mit 25% in das Gesamtvotum ein.
    Der Risiko-Score basiert auf den Risikokennzahlen des betrachteten Fonds im Vergleich zur Vergleichsgruppe (Peergroup). Als Basis werden die Volatilität und der Max. Drawdown über 2 und 5 Jahre ausgewertet. Alle 4 Werte gehen gleichgewichtig in den Risiko-Score ein. Der sich ergebende finale Risiko-Score geht mit 25% in das Gesamtvotum ein.
     
  • Hausmeinung des Investment Committees
    Das Investment Committee (IC) liefert einmal pro Monat die Hausmeinung zu den wichtigsten Anlageklassen und beurteilt deren Attraktivität aus Kapitalmarktsicht für eine Anlagedauer von 6 Monaten.
    Für alle relevanten Anlageklassen, in denen ein Fondsvotum abgegeben wird, bildet sich die Bank eine IC-Meinung (originär oder abgeleitet aus den Hauptanlageklassen).
    Das Ergebnis der IC Einschätzung geht mit einem Gewicht von 50% in das Fondsvotum mit ein.
     
  • Finales Fondsvotum
    Das Gesamtvotum ergibt sich als arithmetisches Mittel des quantitativ technischen Scores und der IC Einschätzung. Das resultierende Ergebnis ergibt das finale Fondsvotum.
     

Es gibt darüber hinaus folgende Zusatzregeln

  • 5%-Regel
    Für das finale Fondsvotum gilt, dass die Fonds, die mit ihrem finalen Score unter die besten 5% fallen, immer ein „Kaufen“-Votum erhalten und die Fonds, die unter die schlechtesten 5% fallen, immer ein „Verkaufen“-Votum erhalten. Bei gleichem Score entscheidet der quantitativ technische Score.
    Mischfonds und Geldmarktfonds bleiben bei dieser Betrachtung unberücksichtigt.
     
  • Fonds mit kurzer Historie
    Für Fonds, die neu aufgelegt wurden und keine mindestens einjährige Historie aufweisen, wird trotzdem ein Votum abgegeben. Dieses basiert auf der dann verfügbaren Performance und dem IC-Votum.
     
  • 3-Monats Konstanz der Fondsvoten
    Um eine zu häufige Frequenz von Votenwechseln zu verhindern wird angestrebt, dass ein neues Votum mindestens für 3 aufeinanderfolgende Monate Bestand hat.
     
  • Laufzeitenfonds
    Da Laufzeitenfonds in der Regel kurz vor Fälligkeit nur mit einem Abschlag zurückgegeben werden können, erhalten diese Fonds in den letzten 24 Monaten vor Auflösung des Produktes keine „Verkaufen“-Empfehlung und keine „Kaufen“-Empfehlung mehr, sondern eine „Halten“-Empfehlung.

In begründeten Ausnahmefällen behalten wir uns vor, von den oben aufgeführten Zusatzregelungen abzuweichen.

Empfehlungshistorie und Votenverteilung

In den vorangegangenen 12 Monaten wurden folgende Voten ausgesprochen.
Bitte beachten Sie, dass im Oktober 2018 eine Neuausrichtung des Fondsvotings erfolgte und die Grundsätze zur Bewertung verändert wurden.

Adressat

Marketinginformationen richten sich an gut informierte Kunden, die hinreichende Produkt- und Marktkenntnisse haben und die damit sowie die aus einer nur kurzen Marketinginformation einhergehenden Risiken verstehen.

Marketinginformationen und Wertungen ("Information") sind ausschließlich für Kunden, die Ihren Sitz in Deutschland haben, bestimmt. Insbesondere ist diese Information nicht für Kunden und andere Personen mit Sitz oder Wohnsitz in Großbritannien, den USA, in Kanada oder Asien bestimmt und darf nicht an diese Personen weitergegeben werden oder in diese Länder eingeführt oder dort verbreitet werden. Marketinginformationen einschließlich der darin wiedergegebenen Informationen dürfen im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verwendet werden. Personen, die in den Besitz dieser Information gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen.

Verwendete Informationsquellen

Für die Bewertung der Investmentfonds und zur Bildung der Marktmeinung werden die aktuelle Wirtschaftspresse sowie Fach- und Kapitalmarktpublikationen anderer Banken und Wertpapierdienstleister genutzt, u.a. von Allianz Global Investors GmbH, der Landesbank Baden-Württemberg sowie der Commerzbank AG.

Alle Kursinformationen stammen von der Kapitalverwaltungsgesellschaft und werden über die EDISOFT GmbH bereitgestellt.

Marketinginformation

Marketinginformationen stellen keine Finanzanalyse dar und wurden daher nicht im Einklang mit den Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und die Bank unterliegt auch keinem Verbot des Handels in den darin genannten Wertpapierprodukten im Anschluss an die Verbreitung einer Marketinginformation.

Kein Angebot; keine Beratung

Marketinginformation dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot, noch eine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf der darin genannten Wertpapiere dar. Die geäußerten Meinungen geben unsere aktuelle Einschätzung wieder, die sich auch ohne vorherige Bekanntmachung ändern kann. Eine Marketinginformation kann eine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers und seine Anlageziele abgestellte Beratung nicht ersetzen.

Verkaufsunterlagen

Zu dem in der Marketinginformation genannten Investmentvermögen sind die deutschsprachigen Verkaufsunterlagen (z.B. Wesentliche Anlegerinformation, Verkaufsprospekt) bei der Bank, dem Finanzberater oder der jeweiligen Kapitalverwaltungsgesellschaft erhältlich. Alleinverbindliche Grundlage beim Kauf von Investmentanteilen sind die Verkaufsunterlagen.

Keine Gewährleistung

Informationen werden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die die Bank als zuverlässig ansieht. Die Informationen sind aber möglicherweise bei Zugang nicht mehr aktuell und können überholt sein. Auch kann nicht sichergestellt werden, dass die Informationen richtig und vollständig sind. Die Bank übernimmt für den Inhalt der Information deshalb keine Haftung.

Wertentwicklung

Soweit eine Bruttowertentwicklung dargestellt wird reduzieren Kosten, z.B. ein Ausgabeaufschlag oder ein Depotführungsentgelt, die tatsächliche Wertentwicklung und führen – ja nach Haltedauer – zu einer geringeren Nettorendite. Zahlenangaben beziehen sich auf die Vergangenheit. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, dies gilt insbesondere, wenn das Wertpapier erst vor kurzer Zeit - z. B. vor weniger als 12 Monaten - emittiert wurde.

Interessenkonflikte

Für eine langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehung und unter Beachtung der gesetzlichen Anforderungen hat die Bank Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen um Interessenkonflikte zu erkennen und zu vermeiden bzw. zu regeln, um das Risiko der Beeinträchtigung von Kundeninteressen zu verhindern.  Dennoch können die getroffenen wirksamen organisatorischen oder verwaltungsmäßigen Vorkehrungen zur Verhinderung oder Bewältigung der Interessenkonflikte nicht ausreichen, um mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten, dass eine Schädigung der Interessen der Kunden vermieden wird. Das Interesse unserer Kunden genießt hierbei grundsätzlich Vorrang. Vor diesem Hintergrund und um unserer Verantwortung gerecht zu werden, haben wir in schriftlicher Form, unter Berücksichtigung der Art, des Umfangs und der Komplexität unserer Geschäfte, angemessene Grundsätze für den Umgang mit Interessenkonflikten festgelegt.

Danach unterliegen beispielsweise sowohl die persönlichen Wertpapiergeschäfte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch die Wahrnehmung von Mandaten und Nebentätigkeiten bei anderen Unternehmen (sowohl intern als auch extern) durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strengen Vorschriften und Kontrollen, damit Informationen, zu denen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugang haben, nicht unrechtmäßig zum eigenen Vorteil genutzt werden können. Insbesondere ist unseren Kapitalmarktexperten der Eigenhandel in Papieren untersagt, für die sie Fondsvoten erstellt haben.

Interessenskonflikte können durch persönliche Beziehungen von Mitarbeitern, der Geschäftsführung der Bank, der Geschäftsführung von Produktgebern und Kooperationspartnern, sowie deren verbundenen Personen entstehen oder aus Beziehungen der Bank mit Emittenten von Finanzinstrumenten, z.B. bei der Erbringung von Dienstleistungen für Fondsgesellschaften entstehen.

Insbesondere werden Fondsvoten nur für ein begrenztes Spektrum von Fonds der Allianz Global Investors GmbH erstellt. Mit der Allianz Global Investors GmbH wurde diese Erstellung vertraglich vereinbart.

Die Bank erbringt für die Allianz AG und deren Konzerngesellschaften weitere Dienstleistungen wie u.a. die Abwicklung von Kommissionsgeschäft, Anlageberatung und –vermittlung im Rahmen eines Haftungsdaches sowie die Führung von Depots für Allianz AG Konzerngesellschaften sowie deren Kunden. Daraus entstehende Interessenkonflikte können nicht ausgeschlossen werden.

Bei der Erstellung von Anlageempfehlungen über Finanzinstrumente oder Empfehlungslisten besteht das Risiko der Nutzung von vertraulichen Informationen für persönliche Geschäfte des Mitarbeiters.

In der Anlageberatung und -vermittlung von Produkten können Interessenkonflikte entstehen aus dem eigenen (Umsatz- oder Provisions-) Interesse der Bank bzw. der vertraglich gebundenen Vermittler sowie durch erfolgsbezogene Vergütung von Mitarbeitern und vertraglich gebundenen Vermittlern. Diese stellen wir ausführlich im Rahmen der Depoteröffnungsunterlagen unter Transparenz schaffen – die Basis für eine langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehung –Umgang mit Interessenkonflikten für die Allianz Depots (Stand 1. August 2018) dar und sind auch unter www.fondsdepotbank.de/rechtliche-hinweise.html verfügbar.